Krautstielgratin mit Tomaten / Solothurner Marktkochbuch

Nun ja hier sagt man ja *Soledurner Märet*, gemeint ist einer der wohl schönsten Märkten der Schweiz. Jeden Samstag und Mittwoch zwischen 7.15 und 12.15 kann man in der Solothurner Altstadt zwischen der St. Ursen Kathedrale und dem Bieltor einkaufen. Es gibt eine Buchreihe das Marktkochbuch, nach Luzern, Bellinzona und Zürich sind nun auch die Städte Bern und Solothurn vertreten. Das Solothurner Buch ist gefüllt mit vielen tollen Bilder, von den Rezepten aber auch vom Märet selber. Unter den Rezepten finden sich auch welche von MarktbesucherInnen oder StandbesitzerInnen. Als erstes Rezept habe ich den Krautstielgratin mit Tomaten nachgekocht. Bei der Recherche im Internet fand ich heraus, dass es üblich ist Krautstiel mit Tomaten zu essen. Oder zumindest um die Krautsiele schmackhafter zu machen, wie ich oft gelesen habe. Ich kenne das so nicht, als Kind gab es bei uns zu Hause viel Krautstiel. Wuchs er doch im Garten und auch die Grosseltern hatten viel davon abzugeben. Meistens überbacken mit etwas Rahm oder Milch, Muskatnuss und viel Käse, so habe ich ihn in Erinnerung. Ich mochte den aber schon als Kind, was bei unseren nur zu einem Drittel der Fall ist. Mir hat diese Variante mit Tomaten aber sehr gut geschmeckt und vor allem bietet sie optisch mehr als wenn nur der Krautstiel gratiniert wird. Wie so oft in letzter Zeit, ersetzte ich Parmesan durch alten Sbrinz. Ich bekomme im Nachbarsdorf beim Käsereiladen 3 Jährigen.

Zutaten:

  • 1 kg Krautstiel
  • 2-3 reife Tomaten
  • 1 kleine Zwiebel
  • 60 Gramm Sbrinz (3 Jahre alt)
  • Butter oder Olivenöl
  • Milchwasser
  • Oregano
  • Muskat
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung:

Den Sbrinz fein reiben. Die gewaschenen Krautstiele und Blätter in etwa 3 cm grosse Stücke schneiden. Die Zwiebel fein hacken und in wenig Butter oder Öl andünsten. Krautstiele und Blätter kurz mitdünsten, dann etwas Milchwasser (2/3 Milch, 1/3 Wasser) dazugeben und weich kochen. Mit Salz, etwas Pfeffer und Muskat würzen. Ganz am Schluss den Sbrinz darunterrühren. Die Tomaten waschen und den Strunk entfernen. Nun mit den gekochten Krautstielen ziegelartig in eine Gratinform schichten (5cm Krautstile, dann 2-3 Tomatenscheiben und so weiter). Tomaten mit Salz und Oregano würzen. Möglichst wenig Flüssigkeit miteinfüllen, sonst wird der Gratin zu flüssig. In der Ofenmitte im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad, etwa 20 Minuten backen. Der Gratin sollte knusprig braun sein.

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irene

Pouletbrust mit Ricottafüllung und Mostbröckli


Meine Leidenschaft der Koch- resp. Backbücher ist gross. Dementsprechend gefährlich sind Besuche im Buchladen oder in Onlineshops. Auch nicht förderlich ist die neue Facebook- Gruppe Kochbuchsüchtig, denn da hat es haufenweise Leute die Regale voller Kochbücher zu Hause haben. Da ich nun ein neues Kochbuchregal habe, wo es noch unheimlich viel Platz hat, dürfen die einen oder anderen, oder gerne auch mehr hier einziehen. Das Buch Eingepackt& sanft gegart von Sandra Mahut ist eines davon. Beim Durchsehen in der Buchhandlung sah ich viele inspirierende Rezepte und habe nach einem diese Pouletbrüstli gekocht. Wenn auch nicht im Backpapier eingewickelt, sondern in einer gedeckten Auflaufform, sind sie wunderbar gekommen. Unser Besuch fand sie lecker und hat sie bereits nachgekocht. Das ist doch ein Kompliment oder?  Im Buch werden die Brüste mit Basilikum gefüllt, ich nahm Bärlauch weil ich davon ein Sträusschen hier hatte. Die Kombination ist gelungen, wenn es auch mehr hätte sein können für meinen Geschmack. Auf dem Rezeptbild sind die Pouletbrüste mit Bersola oder Mostbröckli umwickelt, wovon nichts im Rezept selber steht. Da ging wohl etwas unter, oder das Rezept nicht mehr den Bildern angepasst. Schade!

Zutaten:

  • 4 Pouletbrüstli je ca. 150 Gramm
  • 30 Gramm Pinienkernen
  • 150 Gramm Ricotta
  • 8 Blätter Bärlauch
  • 12 Scheiben Mostbröckli (geht auch Bresaola)
  • 12 halb getrocknete Tomaten
  • Olivenöl
  • Pfeffer
  • Salz

Zubereitung:

Den Backofen auf 210 Grad vorheizen. Die Pouletbrustfilets seitlich einschneiden, sodass eine Tasche entsteht. 
Die Pinienkerne und den fein geschnittenen Bärlauch mit dem Ricotta mischen. Das Ganze mit Salz und Pfeffer abschmecken. Nun die Pouletbrüste mit dem Ricottagemisch und je drei halbgetrocknete Tomaten füllen. 
Nun pro gefüllte Brust drei Scheiben Mostbröckli darum legen und mit Küchengarn zusammenbinden.
Alle verschnürten Poulettaschen in eine Gratinform legen, mit etwas Olivenöl beträufeln und zugedeckt während 20 Minuten im Ofen garen. 
Nach dieser Zeit habe ich den Deckel weggenommen und sie nochmals etwa 8 Minuten bräunen lassen, dafür kann auch die Grillfunktion zugestellt werden.
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Warmes Schoggichüechli aus dem Glas

Hier stapeln sich die Rezepte, die ich verbloggen will. Zuviel gutes findet sich zwischen zwei Buchdeckeln, auf den vielen Foodblogs und in den Zeitschriften. Auch einige tolle Küchenhelfer flattern ins Haus, die es gilt zu testen und auszuprobieren. Ich finde das spannend, weil ich gerne neues mag, vor allem für die Küche und den Backofen. Es gibt sie jedoch auch, die Küchenhelfer die ich seit Jahren nutze. Eines der neuen Teilchen sind die Weckgläser vonBetty Bossi. Diese werden zum Verkauf angeboten in 4er Set mit Rezeptbroschüreoder im 2er Set à je 160ml. Ich bekam ein solches 2er Set zugeschickt, jedoch inklusive der Rezeptbroschüre. Die Weckgläser lassen sind aus Hitzebeständigem Glas und können bis zu einer Temperatur von 230° Grad in den Ofen. Auch Tiefkühler und Mikrowelle können ihnen nichts anhaben. Sie sind auch hübsch, mit selbgemachter Confi gefüllt zum Verschenken. Da ich bereits Weckgläser im Kleinformat hier habe, konnte ich meine Familie inklusive Besuch mit einem feinen, warmen Schoggichücheli beglücken. Meine Weckgläsli die ich bereits hier hatte, waren mit 220 ml etwas grösser und in der Tulpenform. Was jedoch für das Schoggichüechli- Rezept kein Hindernis war. Die Chüchelimasse lässt sich problemlos einen halben Tag im Voraus zubereiten und zugedeckt im Kühlschrank aufbewahren. 20 Minuten vor dem backen rausholen.

 

Zutaten: (4 Gläsli à 160ml)

  • 2 frische Eier
  • 95 Gramm Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 80 Gramm dunkle Schokolade
  • 80 Gramm Butter
  • 65 Gramm Mehl
  • Puderzucker

Zubereitung:

Backofen auf 180° Grad vorheizen.
Schokolade zerbröckeln und mit der Butter in einer Pfanne schmelzen, glattrühren und etwas erkalten lassen.
Währenddessen die Eier mit dem Zucker und dem Salz verrühren, weiterrühren bis die Masse heller ist. Die Schokoladen- Buttermasse dazugeben und unterrühren. Jetzt noch das Mehl einrühren und in die Gläsli einfüllen.
Die Chüechli im vorgeheizten Ofen während 18 Minuten backen. Herausnehmen und mit Puderzucker bestäuben, noch lauwarm servieren.
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Fleischkäse- Muffins

Fleischkäse, für die Deutschen LeserInnen Leberkäse, ist ein sicheres Rezept. Warm aus dem Ofen oder kalt aufgeschnitten für aufs Brot. Die Kinder mögen’s sehr. Das war auch der Grund dass ich das Fleischkäsemuffin- Rezept auf meine Ideenliste gesetzt habe. Gesehen in der Betty Bossi Zeitung vom Februar 2012. Die Silberzwiebeln liess ich in Gedanken schon beim Notieren weg, damit würde ich zwar meinem Lieblingsmann eine Freude machen, aber den drei Kindern absolut nicht. Mehrheitstauglich soll es ja sein, deshalb blieb der Peterli auch auf der Strecke und der restliche Schnittlauch kam rein. So schnippelte ich eine gelbe Peperoni klein, und verkaufte es als Konfettifleischkäse…… ich hätte es bei den Silberzwiebeln belassen könnten, die Kinder fanden es nicht wirklich fein. Wir aber schon. So blieben noch ein paar Muffins übrig, und die schmeckten am nächsten Tag kalt gegessen auch bestens. Also eine Idee mehr für in die Badi, und ich bin mir sicher, da schmecken sie dann. Denn unsere drei sind jeweils am Verhungern wenn sie in der Badi (Schwimmbad) sind.

Zutaten:

  • 1 gelbe Peperoni
  • 2 EL Schnittlauch
  • 800 Gramm Brät
  • 2 EL Meerrettichsenf
  • 1/2 TL Paprika scharf

Zubereitung:

Peperoni entkernen und in kleinste Würfelchen schneiden. Diese mit dem  Brät, Senf, Paprika und dem Schnittlauch von Hand gut kneten. 
Die Masse nun in ein Muffinsblech mit 12 Vertiefungen füllen. Anstelle des Bleches würden auch 2 ineinander gestellte Papierförmchen gehen. Nun im Ofen während 25 Minuten backen bis sie oben leicht braun sind. Dazu gab es bei uns frisches Brot und einen bunten Salat, sowie für die Kinder Gemüsedip.

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Frohe Ostern, Rüeblikuchen

Wieder einmal verging die Zeit sehr schnell und schon ist Ostern! Wir hatten letzte Woche, bis zum Grün- Donnerstag noch Schule, Kindergarten und Spielgruppe. Nun haben die Kinder Ferien. Am Karfreitag sind wir traditionsgemäss, bei der Verwandtschaft meines Lieblingsmannes eingeladen. Üblicherweise bringe ich da ein Dessert mit, gerne wird ein Cake oder ähnliches geschätzt. Dieses Jahr durfte ich den Gastgebern mit einer Rübelitorte eine Freude bereiten. Mein Rezept der Rübelitorte, dass ich nun seit Jahren immer mal wieder backe, stammt aus dem Betty Bossi Buch *Kuchen, Cakes und Torten* Da wird es als Cake gebacken, geht aber genauso gut in einer 24er Springform. Die Rüeblideko ist aus Fondant geformt und auf den Zuckerguss gelegt. Wie es die Rüeblitorten/Cakes so an sich haben, ist es optimal wenn sie etwa 2 Tage durchziehen können, sie schmecken aromatischer und saftiger als am Backtag.
Ich wünsche euch und euren Lieben einen genussvollen Ostersonntag mit gemütlichem Beisammensein.
Zutaten:
  • 350 Gramm Mehl
  • 1 Päckli Backpulver
  • 300 Gramm Rohrzucker
  • 2 TL Zimt
  • 3/4 TL Kardamom
  • 2 Msp Nelkenpulver
  • 1 Prise
  • Salz
  • 250 Gramm Rüebli
  • 1 Zitrone
  • 250 Gramm Mandeln, gemahlen
  • 4 Eier
  • 200 Gramm Butter
  • Fondant in grün und orange
  • 150 Gramm Puderzucker
Zubereitung:
Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Die Butter schmelzen und auskühlen lassen. Das Mehl mit dem Backpulver mischen, den Zucker und die Gewürze dazugeben. Die Rübeli rüsten und an einer Raffel fein reiben, dazugeben. Von der Zitrone den Abrieb und den Saft dazugeben. Die ganze Masse mit den Mandeln gut mischen. Die Eier mit einer Gabel verklopfen und mit der ausgekühlten Butter zu der Masse geben. Alles gut verrühren und in die Form geben. Den Kuchen im vorgeheizten Ofen während ca. 65 Minuten backen, bis er oben goldbraun ist. Auf einem Kuchengitter gut auskühlen lassen. Aus Fondant Rüebli formen oder gekaufte Marzipanrübeli verwenden. Den Puderzucker mit wenig Wasser vermengen, das eine dickflüssige Glasur entsteht. Die Torte damit überziehen und die Rüebli auf die, noch feuchte Glasur legen.
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