Grittibänze zum Chlousetag

Gestern feierten wir den Nikolaustag dem wir Schweizer *Samichlousetag* oder *Choustag* sagen. Üblicherweise feiern wir diesen mit meinen Schwestern und Familie bei einer feinen Gemüsesuppe und Würstli dazu die obligaten Grittibänze/Grittifroue. Dieses Jahr sassen wir bereits am 5 Dezember zusammen und so waren wir fünf für einmal am Chlousetag zu Hause. Ich habe mit unseren Widmattkids Bänze gebacken und dekoriert. Wir hatten eine Grossfamilie produziert, so dass wir auch noch welche den Nachbarn bringen konnten. Hier noch die Samichlousevärsli unserer Kinder, welche sie für den Besuch des Nikolauses in der Schule bzw. Kindergarten und Spielgruppe gelernt haben.

Eseli, Eseli chly und grau,
Eseli ufem Haberschtrau,
lauft es gleitig trapp, trapp, trapp,
s`Wäudli uf und s`Wäudli ab
Summerchlous:
Samichlous, i ha ne Frag:
„Säg. was machsch du jede Tag?
Flügsch im Summer o drvo
uf ne Insle irgendswo
Ligsch mit Badhosen am Strand,
hesch es Ysgreem i der Hand?
Geisch go fische mit dym Bart?
Machsch im Car e Stadtrundfahrt?
Oder blybsch du geng dhei
i dym Wald, so ganz elei?
Höklisch gemüetlech vor dym Huus;
säg`s, i lache dii nid uus!“
Wienachte mit der Frou Schnousi (Mupf Verlag)
Nikolaus, verrate mir, hast du vielleicht auch Kinder?
Mit denen du Kassetten hörst
und manchmal auch die Nachbarn störst?
Sind deine Kinder genau wie ich
oder immer lieb und ordentlich?
Nikolaus, verrate mir, hast du vielleicht ein Fahrrad?
Mit dem du durch die Matsche braust
und dich dabei total versaust?
Im Sommer, beim Radeln, behältst du auch dann
Pelzstiefel, Mantel und Handschuhe an?
Nikolaus verrate mir, putzt du dir gern die Zähne?
Ob du beim Haare waschen schreist,
wenn Seife in die Augen beißt?
Mir kannst du’s sagen, mir allein,
es soll unser Geheimnis sein.
 
Knister / Ludger Jochmann
Zutaten:
  • 1 Kilo Weissmehl
  • 100 Gramm Butter
  • 1.5 EL Salz
  • 1 TL Zucker Würfel Hefe (42 Gramm)
  • 6 dl Milch
  • 1-2 Eigelb zum bestreichen
  • Nüsse
  • Weinbeeren
  • Mandelstifte
  • Schokowürfeli
  • Mohn
Zubereitung:
In der Handwarmen Milch die Hefe und den Zucker auflösen. Nun das Mehl, das Salz, die flüssige Butter mit der Milch/Hefe mischen und zu einem geschmeidigen Teig kneten. Ich lasse ihn nach dem mischen gut 5 Minuten auf hoher Stufe in der Küchenmaschine kneten. Zugedeckt um das doppelte aufgehen lassen, was bei mir eine gute Stunde dauert. Den Teig in 8-10 Portionen teilen und daraus Grittibänze formen. Mit Schokoladenwürfeln, Mandelstifte, Weinbeeren und Mohn dekorieren. Ich nehme auch gerne eine Kinderschere, damit lassen sich einfach Mund, Haare oder Dekorationen schneiden. Die Teigmänner mit Eigelb bestreichen und im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad etwa 20 Minuten backen. Auskühlen lassen und geniessen.
e Guete
Irene

Magenbrot Abwandlung mit Dörrfrüchten





Meine Schwester verzichtet seit ein paar Wochen auf Milchprodukte, Eier, Nüsse und noch so ein paar andere Zutaten. Ein Dessert zu finden ist u schwer, so ich habe das Magenbrot (Klick) ohne Kakopulver und Glasur gebacken und ergänzt mit Dörrfrüchten. Hat vom Aussehen nicht mehr viel mit dem eigentlichen Magenbrot zu tun. Geschmacklich aber dann wiederum mehr, die Gewürze harmonieren bestens mit den Dörfrüchten. Zudem ist es ein gutes Zvieri auch für die Kinder.


Zutaten:

  • • 500 g Ruchmehl
  • • 1 EL Backpulver
  • • 1 TL Zimt
  • • ½ TL Nelkenpulver
  • • 2 Prisen Salz
  • • 450 g Zucker
  • • 3 dl Wasser
  • 3 Feigen getrocknet
  • 7 Aprikosen getrocknet
  • 50 Gramm Cranberries getrocknet
 
 
Zubereitung:
 
 
Ofen auf 200 Grad vorheizen. Mehl, Backpulver und Gewürze in einer Schüssel mischen.
 
 
 
 Die Trockenfrüchte klein schneiden/hacken und unter die Mehlmischung geben, gut rühren so kleben die Früchte nicht aneinander.
Zucker und Wasser zufügen und zu einem Teig verarbeiten. 
 
 
 
Diesen (ca. 1,5 cm dick) auf das
mit Backpapierbelegte, rechteckige Blech streichen. 25 Minuten backen, auskühlen lassen,
dann in 2 mal 4 cm Stücke schneiden.
 
E Guete

Fröhliche Weihnachtstage

unser Chrömliteller





Nun ist er endlich da! Der Heiligabend, auf den unsere Kinder so sehr gewartet haben 🙂 Die Geschenke sind fertig, gebastelt haben wir auch genug und alles wurde schön, oder zumindest Altersgerecht, verpackt. So werden wir diese Tage mit unserer Familie geniessen, zusammen sitzen, Musik machen, Lieder singen, Geschichten hören und auch gemütlich zusammen essen. Ich liebe es meine Familie um mich zu haben, obschon wir das unterm Jahr sehr oft haben, mag ich diese Weihnachtstage sehr. Meine Gedanken sind aber auch bei den Liebsten die leider nicht mehr mit uns feiern dürfen. 


Ich wünsche meinen Lesern und den vielen, tollen und inspirierenden Foodbloggern erholsame und besinnliche Weihnachtstage und das ihr sie mit euren Liebsten geniessen könnt.


Dazu ein Gedicht das ich diese Tage per Email zugeschickt bekam, und das mich berührt hat. Es ist ein Gedicht auf Schweizerdeutsch, vielleicht verstehen die vielen Leser ausserhalb der Schweiz auch das eine oder andere?

Es Tannli isch obe am Waldrand gsy,
verschüpft, verlore und grüseli chly.
Es het sir Läbtig nid mängs Schöns gha,
viu Chummer u Sorge, me dänkt nid gärn dra.
Keis Sunneblickli isch zuenim cho,
di Grosse hei’nim geng alles gno.
U wenn es sech einisch e chli böimelet het,
so het keis Pflänzli mit ihm gredt.
Brombeeri u Höibeeri, hei a ihm zupft,
mängisch het’s biiset, gwuschet und grupft.
So het sechs haut dri gschickt u het sech bückt,
Fasch häts der Schnee letscht Winter verdrückt.
Aber im Früehlig, du glücklechi Zyt,
Kennsch ds Huli wo ungerem Tannli lygt.
Dert mit de Nadle Ornig bschtellt,
u ds Näschtli z’hingerscht i ds Huli gstellt.
Gly chöme drü gschprägleti Eier dry,
druf abe drü Jungi armüetelig chly.
Und itz isch Läbe i ds Tannli cho,
äs het das Näschtli i Schärme gnoh.
Äs het di Chlyne g’hüetet u goumet,
und ds Näscht vo Fäckle u Flüge groumet.
Dr Summer isch gange, dr Herbscht chunnt här,
s’het afa schneie u ds Näscht bybt lähr.
Und nüt isch blibe vor schönschte Schtund,
aus äs Brösmeli liebi Erinnerung.
Der vorig Abe het’s ghudlet u g’schneit,
und d’Wulche hei graui Chitteli treit.
Da schtapfet ä Maa düre nass Schnee,
zum Wald. Dert het är das Tannli gseh.
Är het’s mit emne Gertu abgschnitte,
druf isch är hei zue mit garschtige Schritte.
Hie schteit’s aus glänzige Wiehnachtsboum,
u troumet si letschte, sy herrlechschte Troum.
Und schtiengs nid so fyrlech und schtächig da,
so müesst äs es härzigs Müntschi ha. 



Espresso Chrömli

Diese Chrömli sind auch jährlich ein Genuss, mit dem Geschmack nach Kaffee und den Nougatstückli der Toblerone und den Mandelstiften ein herrliches Chrömli. Zudem mag ich diese besonders, da sie nicht ausgestochen werden müssen. Einfach Kugeln rollen und fertig! Der Elch ist ein Geschenkanhänger von WordSchmid (klick), es lohnt sich da mal vorbei zu schauen, da hat es tolle Texte und herrliche Fotos.

Zutaten:

  • 100 Gramm Butter
  • 100 Gramm Zucker 
  • 2 Teelöffel Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Esslöffel Espresso-Instant-Kaffeepulver
  • 2 Esslöffel Kakaopulver
  • 1Ei
  • 75 Gramm Toblerone-Zartbitter-Schokolade, fein gehackt
  • 50 Gramm Mandelstifte, geröstet und gehackt 
  • 150 Gramm  Mehl
  • 1 Teelöffel Backpulver 
  • 1 Beutel Schokoladenglasur dunkel
Zubereitung:
Die Butter in einer Schüssel weich rühren, den Zucker, den Vanillezucker, das Salz, das Kaffeepulver, das Kakaopulver und das Ei beigeben und rühren bis die Masse heller ist.
 
Die gerösteten und gehackten Mandelstifte und die gehackten Toblerone Stückli beigeben.Das Mehl und das Backpulver mischen, beigeben und zu einem Teig zusammenfügen. 
Nun baumnussgrosse Kugeln formen und mit genügend Abstand auf ein Blech legen. 15 Minuten kühlstellen und dann bei 180° ca 10 Minuten backen. Die Kugeln zerlaufen etwas beim backen. 
Wenn die Chrömli kalt sind die Schokoladenglasur gemäss Packungsbeilage flüssig machen und die Chrömli damit dekorieren. E Guete
Quelle: