Gemüsekuchen

Wenn es ich Kuchen backe, löst das bei uns immer eine Diskussion aus. Den im Kanton Aargau, wo mein Mann aufgewachsen ist, sagt man Wähe und wir Berner eben Kuchen. Die Kinder finden das natürlich spannend und so ist garantiert für Gesprächsstoff gesorgt. Schlussendlich ist ein Kuchen oder eine Wähe, das Backwerk welchem die Franzosen Quiche oder Tarte sagen. Ein Boden aus Kuchenteig, oder Mürbeteig und einen Belag aus Früchten oder Gemüse und einem Eier-Milch-Guss oder einem Eier-Rahm-Guss. Die Möglichkeiten sind unbegrenzt wie man so einen Boden belegen kann, es gibt zum Beispiel ein Buch von Betty Bossi *Wähen, Pizzas, Flammkuchen* (klick) wo es zig Rezeptvorschläge hat. Das Buch liegt auf meinem Bücherstapel wo ich momentan meine Ideen herhole und gerne das eine oder andere nach backen resp kochen will. Hier aber mal ein Rezept eines Gemüsekuchens, den es bei uns als Mittagessen gab um die Gemüseschublade für den neuen Einkauf und das Gemüseabo leerzuräumen.

Zutaten:

  • 1 runder Kuchenteig ausgewallt
  • 1 grosser Broccolie
  • 8 kleinere Tobinambur
  • 150 ml Milch
  • 2 Eier
  • 50 Gramm Crème Fraîche
  • 1 TL Meerrettich
  • frische Muskatnuss
  • Paprika scharf
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Den Broccolie in Röschen teilen und den schönen Teil des Strunkes in Scheibchen schneiden. Den Tobinambur schälen und ebenfalls in Scheiben schneiden. Beides habe ich 12 Minuten bei 100 Grad im Steamer gegart, geht natürlich auch im Wasserbad für oder in einem Dampfkörbchen. Den Kuchenteig ins Blech legen und mit einer Gabel mehrmals einstechen. das Gemüse darauf verteilen. Mit den Eiern, der Milch, der Crème Fraîche, dem feingeriebenen Meerrettich und den Gewürzen einen Guss herstellen, über das Gemüse geben und im vorgeheizten Ofen ca 35 Minuten bei 180 ° backen. Dazu habe ich eine Schüssel Wintersalat serviert und für die Kinder rohes Gemüse wie Paprika, Salatgurke und Cherrytomaten.

E Guete

Gemüsesuppe an der Fasnacht

Bei uns ist Fasnacht, das heisst vorallem in der nächstgelegenen Stadt findet seit letzter Nacht die Fasnacht statt. Die Chesslete ist das einläuten der Fasnacht und findet seit ca 130 Jahren statt, da wird mit viel Lärm morgens um 5 der Winter vertrieben. In den Dörfern wird dieser Brauch auch durchgeführt und so bin ich mit meiner Grossen morgens um 4 aufgestanden *gäähhhn* Habe sie gestärkt mit einem Frühstück und der Chesslerausstattung (weisses Nachthemd, Zipfelmütze, rotes Halstuch und ein lärmendes Instrument) los geschickt. Kurz nach 5 hörte ich die Böllerschüsse und dann die lärmende, winteraustreibende Schulkinderschar. Mit den kleineren ging das ganze im Minirahmen kurz vor 9 los, und weil es Spass macht hat uns unsere Grosse begleitet. Traditionell gibt es als Stärkung Mehlsuppe und Brot, mit diesem Essen würde ich aber meine kleine Chesslergruppe nicht erfreuen und so habe ich Abends nach dem Kinderumzug eine Gemüsesuppe aufgetischt. Für den nachmittäglichen Umzug wurden die Chesslerhemdchen gegen die Verkleidung eingetauscht und ich durfte zwei niedliche Eisbären und eine hübsche Prinzessin begleiten.

Zutaten:

  • 200 GrammWirz
  • 1 Lauch ca 140 Gramm
  • 400 Gramm Knollensellerie
  • 2 cm Ingwer
  • 1 Zwiebel
  • 8 Rüebli
  • 2 Knoblizehen
  • 1.5 dl Weisswein
  • 1.4 dl Wasser
  • 2 EL Gemüsebouillonpulver
  • 1 EL Bratbutter

Zubereitung

Den Wirz vierteln, den Strunk entfernen und in dünne Streifen schneiden. Beim Lauch das dunkle Grün wegschneiden und den Rest in dünne Rädchen schneiden Den Ingwer schälen und in kleinste Würfelchen schneiden. Die Rüebli ebenfalls schälen, halbieren und in mundgerechte Stücke schneiden. Den Knoblauch schälen und mit der Presse dazugeben. Die Bratbutter in einer Pfanne heiss werden lassen, die Zwiebel, den Lauch, den Knoblauch und den Ingwer zusammen etwa 2 Minuten andünsten, das restliche Gemüse dazugeben und noch einen Moment rührbraten. Mit Weisswein ablöschen und das Wasser und die Bouillon dazugeben. Auf mittlerer Stufe ca 30 Minuten kochen lassen, bis die Rüebli gar sind. Mit frischem Brot servieren.

 E Guete

Currysauce

Diese Currysauce bereite ich gerne zu der Gemüse- Wokpfanne (klick) zu. Sie ist schnell gemacht und meine Kinder finden es toll wenn sie wissen was in der Sauce ist. Zudem helfen sie gerne mit die, Zutaten zu schälen und zershcneiden. Hier spielt es auch keine Rolle wie gross oder gleichmässig die geschnittenen Gemüse und Fruchtstücke sind, da am Schluss alles puriert wird. Also bestens geeignet für die ersten Schnittversuche. Von daher mindestens 2 Äpfel einrechnen, denn die kleinen Köche probieren sehr gerne. Ich serviere sie separat, so dass sich jeder nach Lust und Laune bedienen kann. Als Dip Sauce eignet sie sich nicht, dafür ist sie dann zu dünn flüssig.

Zutaten:

  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Apfel
  • 1 Banane
  • 250 ml Kokosmilch
  • 2 EL Weisswein
  • 2 EL Mangochutney
  • 1 EL Bratbutter
  • 1 EL Currypaste
  • 1 TL Gemüsebouillonpulver
  • 1/2 TL Currypulver scharf

Zubereitung:

Die Zwiebel und den Apfel schälen und etwas zerkleinern. Die Knoblizehen schälen und halbieren. Die Bratbutter in einer kleinen Pfanne heiss werden lassen und die Zwiebeln, den Apfel, den Knobli und die Banane zugeben und etwas anbraten lassen. Die Currypaste und das Currypulver zugeben und kurz mitbraten lassen. Mit Weisswein ablöschen und die Kokosmilch, das Gemüsebouillonpulver und das Chutney zugeben und alles etwa 10 Minuten köcherln lassen. Nun mit dem Purierstab alles zerkleinern und servieren.

E Guete

Wintersalat

Zu den Wintersalaten wie Endivien, Chicorée und Zuckerhut gebe ich gerne noch Salatzugaben rein. So habe ich diesen Wintersalat Zuckerhut und Endivien mit Grapefruitfilets und in Gewürzen gerösteten Cashewkernen sowie Croutons angerichtet. Da es eine Vorspeise für lieben Besuch war gab es dazu noch Taleggio- Crostini mit Tomaten-Olivensalsa.

Cashewkerne 

Zutaten:

  • 1/2 TL Paprika edelsüss
  • 1/2 TL Currymischung scharf
  • 1/2 TL Kreuzkümmel
  • 1/2 TL Fenchelsamen
  • 15 getrocknete Blättchen Knoblischeiben
  • 1 TL Fleur du Sel
  • 250 Gramm Cashew Kerne

Zubereitung:

Die Gewürze in einem Mörser zerstossen und mit den Cashewkernen in einer Bratpfanne ohne Fett rösten. Die Kerne nehmen den Geschmack der Gewürze an, jedoch bleibt von den Gewürzen auch viel zurück.

Taleggio- Crostini mit Tomaten-Oliven-Salsa 

Zutaten:

  • 25 Gramm Dörrtomaten, in Öl eingelegt
  • 7 Cherrytomätchen
  • 25 Gramm Oliven, schwarz
  • 2 Zweige Basilikum
  • 1 TL Balsamicoessig
  • 180 g Taleggio
  • 1 Baguette
  • Salz, Pfeffer
  • Olivenöl
Zubereitung:
Für die Salsa die Dörrtomaten auf Küchenpapier abtropfen lassen, dann hacken. Die Zweigtomaten waagrecht halbieren, entkernen und klein würfeln. Die Oliven entsteinen und hacken. Das Basilikum ebenfalls hacken. Alle diese Zutaten mit dem Balsamicoessig, 1 Esslöffel Olivenöl, Salz und frisch gemahlenem Pfeffer aus der Mühle in ein Schüsselchen geben, mischen und wenn nötig nachwürzen.
Den Taleggio in dünne Scheiben schneiden und entrinden.
Das Baquette in Scheiben schneiden und auf ein Blech das mit etwas Olivenöl ausgerieben ist legen, mit den Taleggioscheiben belegen.
Nun den Wintersalat mit den Cashewkernen, den Croutons und den Grapefruitfilets mischen und Salatsauce beigeben. Die Crostini daneben legen und mit etwas Tomaten-Olivensalsa granieren. Für das letzte Bild fehlt die Tomaten-Oliven-Salsa auf den Crostini und somit auch die nötige Farbe, leider ging das vergessen zu fotografieren. Fein war es aber 🙂
E Guete

Jamie Oliver’s 30 Minuten Menü, Kochbuchtest Menü Nr. 4

Nun noch das 4 Menü des Kochbuchetests. Ich wurde von Lovely Books (klick) als Testkocherin ausgewählt und bekam das Kochbuch Jamies *30 Minuten Menü*  (klick) um daraus die Menüs zu testen. Für das letzte Menü der Testrunde hat meine Grosse ausgewählt, sie konnte sich kaum entschieden. das ausgesuchte Menü war:

  • Sommerpasta
  • Rucolasalat mit Kräutern
  • Birnentörtchen
gekocht habe ich

  • Sommerpasta
  • Nüsslisalat mit Croutons (Feldsalat)
  • Birnentörtchen

Wie es von Jamie (klick) vorgeschlagen wird, habe ich alles schön bereit gestellt und auch die Pastapfanne mit Wasser gefüllt und auf den Herd gestellt.

Erst wurden die Törtchen mit Birnen und Konfitüre gefüllt, da habe ich frische Birnen genommen und nicht wie im Rezept aus der Dose. 



Für die Pasta wurde erst die Sauce gemacht, das war ähnlich wie für eine Carbonara einfach mit Zitrone drin. Nachdem der Eischnee geschlagen war wurde er auf den Törtchen verteilt. 



Für den Salat wurde in der Bratpfanne den Pancetta knusperig gebraten, bei uns war es Speck.


 Es kamen noch Fenchelsamen dazu. Für die Pasta wurden frische Lasagneblätter in dünne Streifen geschnitten und kurz im Wasser al dente gegart. Mittlerweilen waren die Törtchen überbacken. 



Das Pastagericht wurde noch fertig gestellt und mit dem Salat zu Tisch gebracht. 



Zu den Birnentörtchen gab es noch Vanilleglace.


Mein Testergebnis:

Mich hat dieses Menü am wenigsten überzeugt von allen nachgekochten aus dem Jamie Buch. Die Pasta war erfrischend und doch etwas zu säuerlich. Wobei 2 von uns 5 Esser empfanden es als sehr fein. Wir werden sie sicher mal im Sommer kochen. Den Rucolasalat habe ich ja durch Feldsalat ersetzt. Als Salatsauce habe ich unsere Haussauce verwendet, da uns bisher die Jamie Saucen zu sauer waren. Zusätzlich kamen noch Fenchelsamen in den Salat, die wurden mit dem Speck gebraten, davon war am Schluss jedoch kaum etwas zu merken. Von daher war der Salat keine Neuerfindung, jedoch fein weil wir es so sehr gerne mögen. Die Birnentörtchen waren auch fein aber nicht so gelungen wie die anderen Dessert waren. Ein gutes Menü das aber nicht zu überraschen vermochte. Zeitlich lag ich bei knapp 30 Minuten absolut im Rahmen.


Mir hat das Testkochen grossen Spass gemacht und so habe ich Menüs gekocht die ich wohl sonst nicht ausgesucht hätte. Das Buch ist sicher eine Bereicherung für die Kochbuchsammlung und doch hält es nicht ganz was es verspricht. Auch für geübte Köche sind die Menüs nicht in 30 Minuten nach zu kochen. Meine Kinder sind von der Aktion sehr begeistert, da es jeweils einen Dessert gab, was es hier nur dann gibt wenn wir Besuch haben. Sie finden es schade das die Testkocherei bereits zu Ende ist.

Wer Lust hat kann auch in der Gruppe der Testkocher bei Lovely Books (klick) mitlesen