Lebkuchen-Cantuccini mit Cranberry

Cantuccini passen auf jedes Dessertbuffet, als kleine Zugabe zu einem Kaffee oder Tee und wird in Italien zu Vin Santo genossen. Ich mag liebe diese knusperigen Chrömli, wie wir Schweizer sagen, sehr! Zudem sind sie einfach herzustellen, es braucht einfach zwei Backgänge. Einmal um die Rollen zu backen und den zweiten um sie knusperig, goldbraun zu rösten! Die dafür vorgesehenen Pistazien sind schwer zu bekommen, zumindest hierauf dem Lande, ausser man nimmt die gesalzenen, ganzen Pistazien. Dafür bekommt man Pistazien in gehackter Form. Da ein Cantuccini aber etwas Biss haben soll und das nicht hinkommt mit den gehackten Pistazien, habe ich zusätzlich geschälte Mandeln in den Teig gegeben. Diese weihnachtliche Variante duftet herrlich durch die Zugabe von Lebkuchengewürz. Sie lassen sich auch prima verschenken, da sie gut haltbar sind! Dies habe ich bei der Blogger Aktion von Post aus meiner Küche *Weihnachtsschickerei* getan. Ein Säcklein Lebkuchen- Cantuccini haben mit Gewürznüssen und den Chutney Rollen die Reise nach Kleinbullerbü angetreten. Was ich bei der Cantuccini Herstellung gerne mache, ist den Teig bereits aufteilen nach dem Zusammenfügen und ihn bereits gerollt kühl stellen. Das geht am besten wenn die rezeptierte Menge geviertelt wird, in Klarsichtfolie gepackt und dann erst gerollt wird. So kühlt der Teig schneller und ich brauche nur noch die Rollen noch auszupacken und auf das Blech zu legen. So habe ich auch schon einen Teil der Rollen in den Tiefkühler gepackt. Nicht weil die Teigherstellung aufwändig ist, sondern weil ich für einen anderen Anlass nur einen Teil davon brauchte. Die Backzeit verlängert sich um etwa 5 Minuten bei tiefgefrorenen Rollen.

Zutaten:

  • 250 Gramm Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 175 Gramm Zucker
  • 1EL Vanillezucker
  • 2 TL Lebkuchengewürz
  • 25 Gramm Butter, weich
  • 2 Eier
  • 100 Gramm getrocknete Canberras
  • 50 Gramm Pistazien, gehackt
  • 70 Gramm Mandeln, geschält

Zubereitung:

Mehl, Backpulver, Zucker, Vanillezucker, Lebkuchengewürz und eine Prise Salz gut vermischen.
Die weiche Buttern in Stücke schneiden und mit den verquirlten Eiern zu der Masse hinzufügen. Die Cranberries, Pistazien und Mandeln ebenfalls dazugeben und alles zu einem Teig gut verkneten. Die Nüsse und Cranberries sollen gut verteilt sein.

Den Teig Vierteln und in je einem Stück Klarsichtfolie zu einer Rolle formen. Alle 4 Rollen während mindestens 30 Minuten kühl stellen.

 

Nun die Rollen auf ein Backpapier belegtes Blech legen und im vorgeheizten Ofen bei 175 Grad Heißluft plus (oder Umluft) während 17 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und etwas auskühlen lassen.

Die Rollen schräg in Stücke schneiden und diese erneut auf das Backpapier belegte Blech legen.

Das Ganze nochmals in den Ofen schieben und 10 Minuten hellbraun rösten. Je nach Vorliebe kann das auch etwas länger dauern. die Cantuccini aus dem Ofen holen und auf einem Gitter auskühlen lassen. In Dosen verschlossen würden sie sich sicher drei Wochen halten, Leidenskelch sie zu gut als würde das so lange gehen!

viel Spass beim Backen
Irene

Quelle: lecker Christmas Nr. 4/2012

Chutney Rolle

Die Chutney Rolle waren Teil meiner Weihnachtsschickerei im Rahmen der Post aus meiner Küche. Diese Rolle ist nicht empfindlich und lässt sich durchs antrocknen auch etwas aufbewahren. Ich habe die Hälfte des Original Rezeptes zubereite, weil ich einerseits gerne kleinere Rollen und andererseits nicht alte Rollen haben will. Die Chutneyrolle sind ganz schnell gemacht und von daher wäre es schade die zu lange aufzubewahren. Das gerollte Chutney wird während drei Tagen, luftgetrocknet. Ich habe diesen Vorgang mit dem Ofen getestet und es funktioniert bestens. Mein neuer Freund in der Küche hat die Funktion des Feuchtigkeitsentzuges was optimal ist für einen Dörrvorgang. Ich habe die erste Scheibe zu einem Stück Gruyère getestet und für sehr fein befunden. Die Chutney Rolle schmeckt zudem ausgezeichnet zu Weichkäse, Luzerner Rahmkäse und Sennemutschli, weitere Test stehen noch an.

 

Zutaten:

  • 100 Gramm Soft-Aprikosen
  • 25 Gramm Pinienkernen
  • 50 Gramm Baumnüsse
  • 25 Gramm Pistazienkerne
  • 100 Gramm Soft-Feigen
  • 20 Gramm kandierter Ingwer
  • 50 Gramm grobkörniger Senf

 

 

Zubereitung:

Die Aprikosen würfeln und im Cutter in kleinste Würfelchen schneiden. Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett, hellbraun rösten und auskühlen lassen.

Bei den Feigen den harten Stiel und allenfalls den Blütensatz wegschneiden.

Die Früchte in kleine Würfeli schneiden, den Ingwer ebenfalls.

Alle Nüsse grob hacken, nun den Ingwer und die Feigen daruntermischen und alles zusammen durchhacken.

In einer Schüssel alles zusammen mit dem Senf vermischen und von Hand gut durchkneten. Die Masse Vierteln und zu Rollen drehen, das gerollte Chutney auf Backpapier während etwa 2 -3 Tagen trocknen lassen.

Was im Ofen bei 40 Grad plus Feuchtigkeitsreduktion beschleunigt werden kann, nach 4-5 Stunden waren die Rollen einpackfertig. Passt Super zu Käse.

E Guete
Irene

 

Quelle: Living at Home 12/20112

Post aus meiner – Widmatt – Küche *Weihnachtsschickerei*

Die Päckli-Tausch- Aktion hat zum vierten Mal gestartet und ist diese Woche am Laufen. Für mich ist das die zweite Runde in der ich ein Päckli mit Grüssen aus der Küche auf die Reise schicke.

Letztes Mal war das Picknick Thema und dieses Mal dreht sich um Weihnachten, Weihnachtsschickerei. Naja das lässt vieles zu und da verliert Frau sich schnell bei der Auswahl. Zumindest mir ging es am Anfang so. Dann liess ich es etwas ruhen, da anderes dazwischen lag und erledigt werden musste/durfte. Schlussendlich habe ich mich dann schnell entschieden was in das Päckli nach Kleinbullerbü eingepackt werden soll. Meine Tauschpartnerin in dieser Runde ist Sabine und ihr Blog Kleinbullerbü. Übers Wochenende habe ich vorbereitet und am Montag fertig gebacken, so konnte abends das Päckli geschnürt werden und am Dienstag zur Post gebracht werden, natürlich per A-Post. Dieses Mal sind keine sehr schnell verderblichen Lebensmittel enthalten. So sahen die eingepackten Komponenten aus. Einerseits ein Säckli von den in der Widmatt heiss geliebten Gewürznüssen, Arabien Style. Im anderen Säckli befinden sich die super feinen Lebkuchen Cantuccini und in den hübschen Rollen ist eine Chutney Rolle eingepackt.

Mir war es wichtig nicht allzu süsses auf den Weg zu geben, da zurzeit ja vielerorts Chrömli gebacken werden und Süsses in grossen Mengen auf den Genuss wartet. Zudem sind es Lebensmittel die auch ein paar Tage aufbewahrt werden können.

Die Nüsse zum Beispiel eignen sich bestens dazu, gemütlich die Füsse hochlegen und ein Schlücken Wein trinken und etwas Ruhe geniessen in der doch etwas hektischen Adventszeit.

Die Chutneyrolle schmeckt prima zu Käse, dazu ein paar Kartoffeln und etwas Salat und ein feines Abendessen ist bereit.

 

Die Cantuccini werden in Italien zu einem Glas Vin Santo genossen, für mich passen sie zu allem zu jeder Zeit! Ok diese mit Lebkuchengeschmack sind Advents- Cantuccini aber ich mag sie zu Tee oder auch Kaffee, ausprobiert wurden sie bereits zu vielem, den hier in der Widmatt haben sie so gut geschmeckt das es bereits der 4 Backgang war, jene die nun in Kleinbullerbü genossen werden.

Viele genussvolle Momente mit der Post aus meiner Widmatt- Küche
irene

Rehschnitzel mit zweierlei Rosenkohl und Rotkraut

 

 

Noch gibt es Schweizerwild im Angebot und das nutzen wir aus. Bei unserem Vertrauens- Metzger gab es Rehschnitzel aus heimischer Jagd, mein Lieblingsmann brachte 500 Gramm davon nach Hause. Das hier verwendete Wildbretgewürz haben wir in der letzten Saison hergestellt und jetzt den Rest verkocht, ich werde es gleich wieder zusammenstellen. Es enthält unter anderem Fenchelsamen, Kardamom, Kakao und Ingwer, eine Kombination ganz nach meinem Geschmack. Rosenkohl soll es dazugeben, dies mein Plan. Gerne in einzelne Blätter, nur kurz in der Bratpfanne gedämpft. Das habe ich schon etliche Mal in anderen Food Blogs gesehen. Aber ehrlich, das war mühsam die einzelnen Blätter auszulösen, vor allem weil Frau die ganzen 500 Gramm Rosenkohl an die Familie bringen wollte, ambitioniert zum Anfang und dann habe ich aufgegeben…. die beiden kleineren Widmattkinder kamen zudem dauernd vorbei und haben den gerüsteten Rosenkohl gegessen. So gab es Rosenkohl auf zweierlei Arten. Die Kinder fanden den ganzen in Bouillon gekocht VIEL besser, mir hat der in Blättern ausgelöst mindestens so gut geschmeckt! Gewürzt mit Meersalz und geriebener Muskatnuss war er besonders fein. Und dann gab es noch Rotkohlkopf, dieser lag in der Gemüsekiste unseres Bioabos. Passend zu Wild und schon mal im Haus, keine Frage der wanderte ebenfalls in die Pfanne. Ich mag Rotchabis/Rotkohl am liebsten in Kombination mit Orange. Diesmal habe ich ihn mit Orangenabrieb, Orangensaft, Macis (Muskat-)blüte und Rotwein gekocht, herrlich! Ein Festessen für uns 5, ohne besonderen Anlass, gerade deshalb genossen wir einen Brunello di Montalcino 2004 dazu. Den haben wir in den letzten Toscanaferien gekauft, als kleine Flasche mit 375 ml, von der Menge her Ideal für uns.

Zutaten:

  • 500 Gramm Rehschnitzel
  • 500 Gramm Rosenkohl
  • 1 Orange
  • 600 Gramm Rotkohl
  • 1 dl Rotwein
  • 1 dl Weißwein
  • 2 EL Cognac
  • 1 große Macisblüte
  • brauner Zucker
  • 1 EL Aceton Balsamico
  • Bratbutter
  • 2 EL Wildbretgewürzmischung
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskatnuss frisch gerieben
  • Gemüsebouillon
  • 2 dl Rahm
  • 1 EL Kalbsfond

 

 

 

Zubereitung:
Die Rehschnitzel mindestens eine Stunde vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen.

 

Nun den Rotkohl Vierteln und in dünne Streifen schneiden, den Strunk dabei entfernen. In einer Pfanne etwas Bratbutter heiß werden lassen und den Rotkohl kurz anziehen, mit dem Rotwein ablöschen. Von der Orange ungefähr die Hälfte der Schale dazu reiben und die Frucht auspressen. Den Orangensaft sowie die Macisblüte zum Rotkraut geben und den Deckel auf die Pfanne setzen. Sobald es zischt die Herdplatte auf die zweite tiefste Stufe stellen und während etwa 40 Minuten dämpfen. Ab und zu schauen, dass noch genügend Flüssigkeit vorhanden ist, allenfalls etwas Orangensaft nachgiessen.

In dieser Zeit den Rosenkohl waschen und in Blätter auslösen, was ich ungefähr bei der Hälfte getan habe. Die ganzen Röschen in Gemüsebouillon weich garen.

Bei uns gab es noch Spätzli als Beilage, diese habe ich in Bratbutter angebraten und in den vorgeheizten Ofen bei 80 Grad reingestellt.

Die Rehschnitzel mit wenig Salz und etwas Wildbretgewürz würzen und in heißer Bratbutter ganz kurz anbraten, auf eine vorgewärmte Platte geben und ebenfalls in den Ofen schieben.

Wenn der ganze Rosenkohl gar ist, die Bouillon abgiessen und auf in einer Schüssel ebenfalls in den Ofen schieben.

Nun mit einem halben Deziliter Weißwein den Bratensatz der Rehschnitzel lösen und fast vollständig einkochen lassen, den Cognac dazugeben und mit dem restlichen Wildbretgewürz, etwas braunem Zucker, Pfeffer und Salz würzen. Den Rahm dazugeben und aufkochen lassen, zurückstellen und einköcheln lassen.

Nun in einer Pfanne Olivenöl erhitzen und hier die Rosenkohlblätter etwas anbraten, mit dem zweiten halben Deziliter Weißwein ablöschen und mit Muskatnuss und Salz würzen. Auf kleiner Stufe etwas ziehen lassen. Die Blätter dürfen gut noch etwas Biss haben.

Nun beim Rotkohl die Macisblüte rausfischen und mit dem Aceto, einem Teelöffel braunem Zucker, etwas Rotwein, Salz und Pfeffer abschmecken.

Nun alles auf Teller verteilen oder aber auf Den Platten auf den Tisch stellen und genießen!

E Guete
Irene

Die Grosse und der Junior wollten ihre Teller selber anrichten

Adventszeit- Weihnachtszeit- Chrömlizeit Verlosung

Auch hier in der Widmattküche sind die Pläne für Weihnachten am werden. Vor allem was die Chrömli/Guetzli- Herstellung betrifft. Habt ihr eure Chrömli bereits ausgestochen und in den Schachteln bereit oder seid ihr gerade dabei?

Hier werden jetzt die Teige gerührt und kühl gestellt. Danach einer um den anderen ausgerollt und ausgestochen. Ich darf dieses Jahr mit meinem neuen Miele-Ofen die Weihnachtschrömli backen.

Damit ihr nun auch so richtig loslegen könnt, verlose ich ein paar Ofenhandschuhe aus Neopren. Sie stammen aus dem Hause Betty Bossi und sind aus hochwertigem, abwaschbarem Neopren. Praktischerweise können sie gleich unter fliessendem Wasser gereinigt werden oder aber auch bei 40° Grad in der Maschine. Ich finde diese Ofenhandschuhe sehr praktisch, da sie nicht nur die Hände sondern gleich auch die Unterarme vor Verbrennungen schützen.

Wer gerne so ein Paar Handschuhe will, kommentiert diesen Eintrag. Liebe Anonyme Kommentatoren, schreibt bitte euren Namen in die Textbox, so dass ich euch zuordnen kann. Ansonsten werden die Anonymen Kommentare nicht an der Verlosung teilnehmen. Mitmachen dürfen alle Widmatt-Blog LeserInnen auch ausserhalb der Schweiz. Kommentieren bis am 1. Dezember 2012, danach wird ausgelost.

Meine Chrömli-Liste wächst zurzeit noch täglich, daneben versuche ich sie auch immer wieder zu kürzen. Das erweist sich als wesentlich schwieriger als neue Sorten aufzuschreiben…. wie schon geschrieben fallen oft die Vanillekipferl aus dem Rennen um sie dann kurz vor Weihnachten doch noch zu backen. Nun sind sie fix drauf und kommen auch nicht mehr weg.

Hier dürfen sich die Widmatt Familienmitglieder am Aussuchen beteiligen und natürlich auch an der Produktion. Es gibt aber auch Chrömli die backe ich im Alleingang, wenn die Widmatt-Kids im Bett und nach Möglichkeit am schlafen sind (ansonsten gucken sie von der Obern Etage via Galerie was ich am Tisch unten werkle….) und mein Lieblingsmann anderweitig beschäftigt ist. Er ist der Testesser und darf muss die Erstverkostung vornehmen.

 

Einiges habe ich bereits in den letzten Jahren verbloggt wie zum Beispiel diese Rosenkipferl. Die lasse ich dieses Jahr wohl aussen vor und rolle dafür meine geliebten Schokoladenkipferl mit Orange.

 

Mailänderli müssen natürlich immer sein, meistens reicht ein Backgang nicht, weil hier die Kinder am Werk sind, ich bin da nur der Ofenbediener und helfe wenn nötig beim auswallen.

Die Schokoladenkugeln Myrta, ein altes Betty Bossi Rezept das in vielen Schweizer Haushalten gebacken wird, setzt die Grosse Jährlich auf die Liste.

Magenbrot soll es auch geben, so der Wunsch meines Lieblingsmannes. Hier ist er nicht nur Testverkoster sondern dreht meistens die Würfel in der Schokoladenglasur.

Die Linzerli welche ich letztes Jahr gebacken habe, waren ein aufwändiges aber dafür ein sehr feines Chrömli.

Die Espressochrömli aus dem neuen Guetzlibuch von Betty Bossi gibt es nun auch schon ein paar Jahre, die sind nicht sehr aufwändig und schmecken herrlich.

Zu guter Letzt befinden sich die Änischräbeli in meinem Blogarchiv, diese gehören zur Widmatt Weihnachten wie der bunte Tannenbaum.

Ich sehe hier fehlen noch so einige Rezepte, das eine oder andere werde ich in den kommenden Tagen/Wochen verbloggen.

Viel Spass beim Backen und viel Glück bei der Verlosung
irene