Spitzbuebe

Spitzbuebe, haben wir nun in der Chrömlibüchse und einen am Tisch. Der eine das ganze Jahr die anderen nur auf Zeit. Spitzbuben gehören wie auch die Orangenschnittli zum Chrömli Sortiment dazu. Hier gibt es keine Diskussion, dass gehört sich so, wie wollen wir sonst Weihnachten feiern :)! In der Widmatt werden sie mit hausgemachtem Johannisbeergelee gefüllt. Auch das ist so. So gerne ich Neues probiere, Alternativrezepte suche und an getesteten wiederum rumschraube, so fixiert auf die Tradition und Bewährtem bin ich bei den Chrömli. Was ganz sicher viel mit der Erinnerung an unsere schöne Kindheit zu tun hat, an die Chrömli welche unser Grosi und Mami gebacken hat. Das eine, wie auch unsere Mami nach genau diesem Buch. Das zweite Weihnachtschrömli diesen Advent und gleich nochmals aus dem *Guetzle mit Betty Bossi*. Wie ich schon geschrieben habe bei den Orangenschnittli, damit lernte ich Chrömli backen und suche ich nach Weihnachtschrömli ist der erste Handgriff nach diesem Buch. Mittlerweile nicht nur bei mir, die Widmattkinder greifen auch automatisch danach. Jedoch sind die nicht mit grossem Eifer bei der Chrömli Bäckerei dabei, draussen liegt zu viel Schnee und der Entscheid fällt meistens zu Gunsten des Schnees und dem Schlittenfahren, Schanze bauen, im Schnee wälzen und Schnee essen aus. Jedoch beim ersten Mailänderli- Backgang gestern haben sie Tatkräftig mitgeholfen, ausgestochen, Teig probiert und die Chrömli mit Eigelb bestrichen.

Nun aber zum edlen Weihnachtschrömli, dem Spitzbueb. Anders als im Rezept geschrieben, lasse ich die Chrömliteige mindestens einen Tag im Kühlschrank ruhen. Ich habe so die besten Erfahrungen gemacht: Das es gut geht mit dem ausrollen, ausstechen und aufs Blech heben. Am besten auch nicht mehr als einen Viertel vom ganzen Rezept aufs Mal ausrollen, kurz zusammenkneten und mit einem Hauch Mehl auf der Granitfläche, einen Backpapier oben drauf los geht es mit dem ausrollen. Gerade der Spitzbubenteig ist ein eher klebriger und nicht ganz so unproblematischer Teig wie es zum Beispiel der von den Mailänderli ist. Zudem ist es optimal wenn er auf 2 Millimeter ausgewallt wird, so dass nach dem zusammensetzen auch immer noch feine Chrömli entstehen. Anders als der Name vermuten lässt ein edles, zartes Weihnachtschrömli. Es ist zudem nicht nur das Lieblingschrömli meines Lieblingschwagers, sondern auch eines von meinen ganz vorne auf der Lieblingsliste!

Zutaten:

  • 250 Gramm Butter ( I: Chrömlibutter aus der Käserei)
  • 130 Gramm Zucker
  • 1 Eiweiss
  • 1 Prise Salz
  • 2 TL Vanillezucker ( I: Homemade)
  • 350 Gramm Mehl
  • 3 EL Puderzucker
  • 1 dl Johnnisbeergelee (ev. mehr, je nach Gusto wie viel Confi in die Spitzbuben soll)

 

Zubereitung:

Die Butter zimmerwarm in eine Schüssel geben und mit der Küchenmaschine geschmeidig rühren. Den Zucker beigeben und weiterrühren bis die Masse schaumig und heller ist. Nun das Eiweiss und das Salz, sowie den Vanillezucker ebenfalls gut unterrühren. Am Schluss das Mehl dazugeben und nur noch zusammenfügen und in Klarsichtfolie eingepackt in den Kühlschrank stellen. Wenn der Teig gut durchgekühlt ist (bei mir lag er 3 Tage im Kühlschrank) einen viertel vom Teig, mit Hilfe von Teighölzli auf 2 Millimeter auswallen und Chrömli ausstechen. Für Spitzbuben braucht es jeweils die eine Hälfte mit Löchli im runden Chrömli, die als Deckel verwendet werden. Die Chrömli auf ein Backpapier belegtes Blech legen und für 15 Minuten an die Kühle stellen. Den Ofen auf 200 Grad vorheizen und die Spitzbuben während 6-8 Minuten, leicht braun backen. Auf einem Gitter gut auskühlen lassen.

Nun die Deckel nebeneinander auslegen und mit Puderzucker bestäuben.

Auf die Bödeli ungefähr einen halben Teelöffel, leicht erwärmten Johannisbeergelee streichen und ein Deckel drauf setzen. In einer Chrömlibüchse aufbewahren.

e Guete
irene

Quelle: Guetzle mit Betty Bossi (vergriffenes Buch)

Orangenschnittli, Start zur Chrömlibackerei in der Widmattküche

E voilà nun ist es am Laufen. Die ersten Teige sind gerührt und warten im Kühlschrank zum auswallen und backen. Bereits seit Tagen kursieren gluschtige Chrömlibilder auf den verschiedenen Foodblog`s. Wie jedes Jahr bestaune ich bei Petra auf Chili und Ciabatta wie früh sie ihre grosse Kollektion an Weihnachtschrömli beisammen hat. Gut unsere Kinder wohnen noch zu Hause, und werden das noch einige Jahre tun. Trotzdem, sobald mein Geburtstag vorbei ist schreibe ich Listen suche zusammen was es dieses Jahr an Chrömli geben soll. Ein paar sind fix auf der Liste, ohne die könnten wir gar nicht Weihnachten feiern in der Widmatt. Hier im Beitrag habe ich schon ein paar zusammengestellt. So werden jeweils sicher Mailänderli, Zimtsterne, Änischräbeli, Vanillekipferl und eben diese Orangenschnittli gebacken.

Das Orangenschnittli Rezept ist aus DEM Chrömlibuch von Betty Bossi *Guetzle mit Betty Bossi* erschienen 1978, also fast so alt wie ich. Ich besitze eines der ersten Auflage, das hat mir mein Grosi weitergegeben, als sie nicht mehr in die Weihnachtschrömliproduktion stieg. Das Buch ist seit langem vergriffen, es gibt das neue Guetzlibuch, das auch tolle Rezepte beinhaltet wie zum Beispiel die Espressochrömli. Aber für mich ist das Alte das jenige welche! Durch die vielen Sorte habe ich auch immer einige hier zum Verschenken. Meinen beiden Schwestern bekommen immer ein Truckli. Die Eine, eine kleine, feine Auswahl, die andere die grössere Dose, da soll es ja auch für die Familie reichen. Auch verschenke ich gerne unseren Nachbarn ein Säckli mit Widmattchrömli und noch an andere, liebe Menschen, welche ich hoffentlich so ein genussvolles Geschenk machen darf. Die Orangenschnittli sind unter der Rubrik für das ganze Jahr, doch gibt es diese ausschliesslich an Weihnachten. Für uns gehören sie dazu, seit Jahren. Sie sind nicht sehr aufwändig, da sie als Fladen gebacken werden. Dieses Jahr sind es die ersten die nun in der Dose aufs verschenken und auf Weihnachten warten. Täglich gesellen sich nun noch andere, gefüllte Chrömlidosen dazu. Das eine oder andere Rezept werde ich hier festhalten.

 

Zutaten:

  • 400 Gramm Mehl
  • 1.5 TL Backpulver
  • 200 Gramm Butter
  • 1 Ei, verquirlt
  • 275 Gramm Zucker
  • 1 EL Vanillezucker
  • 150 Gramm Mandeln, gemahlen
  • 2 Orangen
  • 80 Gramm Puderzucker

 

Zubereitung:

Das Mehl mit dem Backpulver in eine Schüssel geben und die Butter aus dem Kühlschrank in kleinen Stücken dazugeben. Mit der Knetmaschine zu einem brösmeligen Teig verreiben (geht auch von Hand) Nun 125 Gramm Zucker, dem Esslöffel Vanillezucker und Ei dazugeben und rasch zu einem Teig zusammenfügen. Nun den Teig nach draussen (Im Sommer in den Kühlschrank) stellen.

So kann er etwas kühlen während ich die Füllung zubereite. Dafür die gemahlenen Mandeln mit 150 Gramm Zucker und dem Abrieb einer Orange zusammen vermischen. Die Orangen auspressen und davon ungefähr einen Deziliter dazugeben. Nicht alles auf einmal sondern so viel, dass eine streichfähige Masse entsteht. Vom restlichen Orangensaft werden noch 2 Esslöffel für die Glasur benötigt.

Nun den Teig halbieren und die eine Hälfte zwischen zwei Backtrennpapieren etwa 25/30 cm ausrollen. Damit das Stück einigermassen gerade wird, schneide ich die Ecken ab und setze sie dahin wo es nicht so gerade Ränder hat. Das ausgewallte Mürbeteigstück auf den Rücken eines Backbleches mit Backpapier legen.

Hier kommt jetzt die Füllung darauf. Rundherum etwa einen halben Zentimeter Rand freilassen, diese mit etwas Wasser bepinseln. Nun die zweite Teighälfte in der gleichen Grösse auswallen wie das Mürbeteigstück das bereits mit Füllung bestrichen ist.

Das zweite Teigstück über die Füllung legen und am Rand gut andrücken. Mit einer Gabel mehrmals gut einstechen, so das beim Backen die Luft entweichen kann. Nun im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad Heissluft plus (geht auch Umluft oder Ober-Unterhitze) während 20 Minuten leicht braun backen. Während die Orangenschnittli im Ofen sind, die Glasur zubereiten. Dafür vom übrig gebliebenen Orangensaft ungefähr zwei Esslöffel ab sieben und mit 80 Gramm Puderzucker zu einer, nicht zu flüssigen Glasur verrühren.

Das Gebäck aus dem Ofen holen und vorsichtig, was am besten mit etwas Schwung geht, auf ein Auskühlgitter gleiten lassen. Die Glasur auf das noch heisse Gebäck streichen, ebenfalls noch warm in kleine Stückli schneiden und nun vollständig auskühlen lassen. In einer Dose halten sie sicher 3 Wochen.

e Guete irene

weitere Weihnachtschrömli aus der Widmatt- Küche:

 

Verlosung- Auslosung Ofenhandschuhe

Meine Lieben, endlich habe ich die Namen der VerlosungsteilnehmerInnen eingegeben und der Gewinner steht fest! Die Idee war ursprünglich gewesen eine hübsche Auslosung mit den Widmattkinder durchzuführen, stimmungsvoll mit dem Adventskranz neben uns und einer Tasse warmen Tee sowie die ersten Weihnachtschrömli dazu. Eine richtige Adventsauslosung. So der Plan. Doch es kam anders und der hübsche Plan musste einer einfachen, per Onlinetool generierten Auslosung weichen. Erstens sind die Weihnachtschrömli noch nicht gebacken, gedanklich zwar schon etliche Büchsen gefüllt aber tatsächlich noch keines fertig gebacken. Andererseits sind meine Kinder bereits sehr engagiert in Sachen Weihnachten, ob nun Musikkonzert oder derer Vorbereitung, Gedichten auswendig lernen oder Krippenspiel proben.

Nun ist das aber alles nicht so wichtig sondern ihr wollt wissen wer denn nun künftig mit den Betty Bossi Handschuhen backen kann. Ich sitze hier mit einem Schmunzeln im Gesicht, den ich durfte 19 Namen eingeben, 18 Frauen und ein Mann haben sich beteiligt und ihr ahnt es vielleicht, der einzige Mann, der Hahn im Korb bei dieser Verlosung wurde mir gezogen.

Somit wird Roger Bürgin künftig keine verbrannten Finger und auch keine verbrannten Arme haben bei seinem Werken am Ofen. Ich wünsche dir ganz viel Spass damit und bin gespannt was du aus eurem Ofen holst! Lass es uns wissen!

Für alle anderen Teilnehmerinnen war heute das Losglück nicht hold, aber ihr dürft euch auf eine baldige neue Verlosung freuen, denn ich durfte ein Päckli aus Deutschland entgegennehmen, mit Kochbüchern drin. Nicht irgendein Kochbuch, sondern DAS von Braun, ich habe beim Event von Zorra der Geburtstags- Siegerrezepte mitgemacht und bin unter den 45 BloggerInnen derer Rezept in diesem Buch abgedruckt wurde. Ihr könnt euch in etwa denken wie gross meine Freude ist, tatsächlich ist sie wohl noch etwas grösser!

 

Gelbes Früchte- Curry mit Poulet

Currys liebe ich! Das kann es bei mir durchaus mehrmals die Woche geben. Da mein Lieblingsmann Currys auch sehr mag und die Grosse und der Kleine sie meistens auch mögen und die Mittlere sich zu gerne dem dazu servierten Reis zu wendet ist das ein optimales Essen in der Widmatt. Zudem äusserst vielseitig. Grünes Gemüsecurry ist ein idealer Gemüserestenverwerter, da kann alles reingeschnippselt werden das sich über die Woche angesammelt hat, gleich wie das Früchtecurry mir als Verwertung der Früchteresten dient. Bei uns werden zum Beispiel Bananen nur ab und zu gegessen und alle mögen sie nicht zu reif, doch wie das bei allen so ist reifen sie auch bei uns oftmals zu schnell. Dann mögen wir sie aber sehr gerne im Früchtecurry. Da neben 2 reifen Bananen noch eine halbe Kaki und eine halbe Ananas vom Zvieri übrig war, musste nicht lange gesucht werden was ich meiner Familie zum Znacht auftische. Es hat wunderbar geschmeckt, sogar die Reis Esserin hat eine zweite Schale geholt um von dem gelben Fleisch zu essen. Somit waren die 350 Gramm Pouletfleisch äusserst knapp und ich hätte ohne Probleme das Doppelte zubereiten können….. So fein die Currys auch schmecken und so oft es sie bei uns auch gibt, fotogen ist kaum eines dieser Eintopfgerichte. Die überzeugen hauptsächlich Geschmacklich, das dafür umso mehr!

 

Zutaten:

  • 350 Gramm Schweizer Pouletgeschnetzeltes
  • 1 kleine Zwiebel
  • 2 kleine Bananen
  • 1/2 Kaki
  • 1/2 Ananas
  • 2,5 dl Kokosmilch
  • 1.5 dl Wasser
  • 1 EL gelbe Currypaste
  • 1 TL Currmischung scharf
  • 1/2 TL Salz
  • 1/2 dl Rahm
  • Bratbutter

Zubereitung:

Die Ananas schälen und den Strunk wegschneiden, in kleine Scheiben schneiden. Die Zwiebel schälen und in kleine Würfeli schneiden. Die Bananen schälen und in Rädchen schneiden. Die Kaki ebenfalls schälen und in Würfeli schneiden. In heißer Bratbutter das Pouletfleisch kurz anbraten, die Zwiebeln dazu und weiter kurzbraten. Nun die Currypaste und das Pulver dazugeben und etwas mitbraten bis es duftet. Mit der Kokosmilch und dem Wasser ablöschen. Je die Hälfte der Ananas und Banane dazugeben und während 15 Minuten köcheln lassen. Die restlichen Früchte sowie den Rahm dazugeben und nochmals ungefähr 5 Minuten köcheln lassen. Mit Basmatireis servieren.

E Guete
Irene

weitere Currys aus der Widmattküche:

Post aus meiner Küche, Post aus Kleinbullerbü

Mein Päckli von der Tauschaktion Post aus meiner Küche ist eingetroffen. Letzte Woche war ja die Woche der Wochen, zum vierten Mal und vor allem für alle Mitwirkenden bei der Post aus meiner Küche Aktion, welche von Clara, Jeanny und Rike betreut wird. An dieser Stelle auch ein grosses Merci an diese drei Damen! Ebenfalls ein grosses Dankeschön an Sabine aus Kleinbullerbü. Sie wurde mir aus Tauschpartnerin zugeteilt. Mein Päckli erreichte sie am Donnerstag und als Sabine mir schrieb, dass die Weihnachtsschikereien aus der Widmattküche eingetroffen sind, meinte sie auch, dass ihr Päckli spätestens bis am Montag bei mir sein sollte. Die Kleinen Kleinbullerbüjaner lagen flach und somit ging wohl nicht ganz alles so wie es mal geplant war. Was mit und bei Kindern wohl eher das Normale, als die Ausnahme ist. Aber ihre Sorgen waren unnötig, denn bereits am Freitagmorgen brachte die Frau von der Post das Päckli. Da die Wimdattkinderchen alle in der Schule resp. Kindergarten waren konnte ich in aller Ruhe das Kleinbullerbüpäckli öffnen.

Drinnen waren drei Päckli mit Chrömli Knöpfe, wundervoll verpackt und gleich mit einem Knopf verschlossen. Tolle Idee!

Ein Glas mit Bratapfelkonfitüre war auch dabei. Mittlerweile sind alle Knöpfe bereits gegessen und die Bratapfelkonfi wurde probiert und ist sehr fein. Es hat Nussstückchen drin, was dieser schmackhaften Konfi das Gewisse etwas gibt!

Bei Pinterest gibt es ein Board wo alle Post aus meiner Küche Fotos gesammelt werden, eine wunderschöne Sammlung ist da zusammengekommen,

Vielen herzlichen Dank auch auf diesem Weg an Sabine, es hat grossen Spass gemacht mit dir Post aus der Küche zu tauschen.

Irene